Ein Großteil unseres Parks ist bestückt mit einmablühenden alten Rosen: die Vergleichsprojekte, wie etwa die Albas oder die dunklen alten Rosen blühen ja „nur“ etwa 4-6 Wochen im Jahr.

Viele Besucher kommen inzwischen von weiter oder auch von ganz weit her und selbst wenn noch hunderte öfterblühende Rosen ihre Blüten zeigen, ist doch der Eindruck der grünen Sträucher nach Beendigung der Blüte der Alten Rosen vorherrschend.
Deshalb ist der Park auch generell nur im Juni und Juli geöffnet.

Aber dann wiederum ist es oft für uns sehr enttäuschend, wenn endlich einmal alles gepflegt ist und die Rosen und Stauden gerade wunderschön blühen, aber – es ist leider gerade August oder September und „kein Schwein guckt“.

Gerade die Blütezeit der Astern bringt nun aber richtig Farbe in die Beete.
Ich habe mich nun deshalb entschlossen, auch im Herbst an einigen Tagen (im Jahr 2012 erst einmal nur am 3. Oktober) den Park für Besucher zu öffnen.

Natürlich gibt es auch andere Stauden im Park, aber die Astern sind vorherrschend im Herbst.

Warum nun gibt es so viele Astern im Park?

Der Unkrautdruck ist im Park sehr groß. Zunächst einmal sind wir am Rand des Dorfes. Brachflächen liegen direkt neben dem Park, sogar in Windrichtung erhöht über dem Park sozusagen.
Der Anflug von Unkrautsamen ist enorm.
Außerdem haben wir ja direkt in eine aufgelassene Wiese gepflanzt.

Wir haben nun aber einmal festgestellt, daß die niedrigen dumosus-Astern das Kraut zuverlässig unterdrücken und haben versucht, einige der Beete mit Alten Rosen zu unterpflanzen.
Das Projekt hat gerade erst begonnen und wird mit den Jahren fortgeführt, denn es scheint bisher sehr erfolgreich zu sein.

Zudem liebe ich Astern, weil sie relativ unkompliziert sind, eigentlich wenige Schädlinge zu fürchten haben und eine sehr gute Fernwirkung haben.

Asternsämlinge erobern auch die eigentlich nicht dafür vorgesehenen Beete der Raritäten und empfindlichen Teehybriden etc. Diese werden leicht überwuchert.
Wir hoffen, daß uns die Astern nicht eines Tages den Park übernehmen und die Rosen unterbuttern.
Eigentlich kein Problem, wenn man frühzeitig eingreift.

Nur: es gibt so viele schöne Sämlinge, die lohnen, weiterkultiviert zu werden, gerade auch bei den Rauhblattastern, die hier Weltmeister im Aussäen sind.

Aber natürlich gibt es auch immer noch Rosen zu bewundern.
Das hier ist eine Züchtung von einem Hobbyzüchter, Ewald Scholle, und hört noch auf den leider nicht sehr ansprechenden Namen „Scholles hohe Floribunda lilarosa“.
Vielleicht gibt es ja einmal einen ihrer Schönheit entsprechenden Namen für sie.

Hier oben rechts im Bild sieht man einen der Asternsämlinge – violett im gelb-weißen Rosenbeet.
Aber – es hat sich doch gelohnt, ihn stehen zu lassen, oder?

Wenn Sie mögen, gehen Sie weiter durch den herbstlichen Park…

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